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Warum ein Film über

Endometriose?

Bild Kinovorführung nicht die regel - ein Dokumentarfilm über Endometriose

Wir wurden jahrelang nicht ernst genommen, von Ärzt*innen – darunter auch Gynäkolog*innen – weggeschickt, von Freund*innen und der Familie beschwichtigt. Das wollen wir anderen ersparen, indem wir über Endometriose informieren.

Extreme Schmerzen während der Menstruation sind nicht die Regel.

Wie alles begann

Alles begann mit einem ganz normalen Kontrolltermin bei Ranyas damaliger Gynäkologin. Die stellte die Verdachtsdiagnose Endometriose. Ranya hatte zuvor noch nie davon gehört und verließ die Ordination mit einem mulmigen Gefühl und vielen Fragezeichen. Nach und nach fand sie heraus, dass Endometriose keine Seltenheit ist. Und dass auch ihre Mitbewohnerin Dina darunter litt. Freund*innen und Verwandte begannen mit ihr über die chronische Erkrankung zu sprechen.

Bald wurde klar: Ranya und Dina sind nicht die Ausnahme. Es gibt sehr viele Betroffene, bloß fehlt es an Wissen in der Bevölkerung.Die Rückmeldungen nach einem Aufruf auf Social Media waren enorm. In kürzester Zeit hat sich ein Filmteam aus betroffenen Frauen geformt, die alle motiviert waren sich an der Produktion eines Dokumentarfilms über Endometriose zu beteiligen.

So entstand von 2020 bis 2021 ein redaktionell unabhängig produzierter 73-minütiger Dokumentarfilm. Finanziert wurde er mittels Crowdfunding. Aufgrund der Pandemie wurde großteils remote gearbeitet.

Was ist eigentlich Endometriose?

Endometriose ist eine chronische unheilbare Erkrankung, bei der sich Gebärmutterschleimhaut-ähnliche Zellen außerhalb des Uterus befinden und zu entzündetem Narbengewebe führen.

Sie betrifft vier bis zwölf Prozent aller Frauen* im gebärfähigen Alter. Das sind schätzungsweise 200 Millionen Frauen* weltweit. Die Dunkelziffer ist hoch. Es dauert durchschnittlich 7 bis 9 Jahre bis zur Diagnose.

Je länger die Krankheit undiagnostiziert bleibt, desto gravierender können die Folgen sein. Endometriose ist Grund Nummer eins für Unfruchtbarkeit und verantwortlich für zahlreiche, teils extreme Schmerzen, die die Betroffenen in ihrem Alltag erheblich einschränken. Bewusstsein für diese Krankheit ist kaum vorhanden. Sie ist nach wie vor viel zu wenig erforscht. Ärzt*innen stellen oft Fehldiagnosen.

Wir wollen Awareness schaffen. Denn extreme Schmerzen während der Menstruation sind nicht die Regel.

Behind the scenes, nicht die Regel - ein Dokumentarfilm über Endometriose
Behind the scenes: nicht die regel - ein Dokumentarfilm über Endometriose
Behind the scenes: nicht die regel - ein Dokumentarfilm über Endometriose
Behind the scenes, nicht die Regel - ein Dokumentarfilm über Endometriose

Filmcredits

Julia Bittermann, Protagonistin
Alexandra Kloiber-Karner, Protagonistin
Anita Haug, Protagonistin
Stephanie Cox, Unternehmerin und Aktivistin
Nadja Fritzer, Psychologin
Gernot Hudelist, Gynäkologe
Alexandra Kautzky-Willer, Gender-Medizinerin
Jörg Keckstein, Gynäkologe
Elke Kieweg, Anästhesie-Pflegerin
Alexander Krell, Gynäkologe
Monika Matal, Gynäkologin
Ines Mayer, Obfrau Endometriose Vereinigung Austria
Andreas Obruca, Kinderwunsch-Experte
Olivia Schmidjell, Physiotherapeutin
René Wenzl, Gynäkologe
Anna Wilken, Influencerin und Autorin
Masoumeh Zolbin, Wissenschaftlerin

Zusätzlich haben wir Alexandra und Anita mit deren Therapeut*innen gefilmt:

Muhsen Najmi, Cranio Sacral Therapeut, Kinesiologe
Barbara Schenk, Cantienica Therapeutin

Die musikalischen Beiträge stammen von Yumi ItoBlack Sea Dahu und posh&prude.

***

nicht die regel – Ein Dokumentarfilm über Endometriose – ist ein Filmprojekt von acht Frauen*, die von dieser chronischen Erkrankung betroffen sind. Wir sind nicht beratend tätig. Denn wir sind kein medizinisches Fachpersonal, sondern Frauen* aus der Medienbranche. Um inhaltliche Korrektheit der Fakten rund um Endometriose im Film zu gewährleisten, haben wir einen medizinischen Beirat ernannt. Dieser besteht aus zwei renommierten Professoren und Ärzten:

Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Keckstein
ao. Univ.-Prof. Dr. med. univ. René Wenzl, MSc

Sie haben uns während der Postproduktion bei medizinischen Fragen unterstützt und den Film nach Fertigstellung aus fachlicher Sicht geprüft.

Falls du Informationen über Endometriose brauchst, wende dich bitte an ein zertifiziertes Endometriose-Zentrum in deiner Nähe, an die Endometriose Vereinigung AustriaDeutschland oder an Endo-Help Schweiz. 

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Uns ist bewusst, dass der im Film verwendete Begriff „Frauen“ nur weiblich gelesene Personen anspricht.

Endometriose kann aber nicht nur cis-Frauen, sondern alle Menschen mit Uterus (und auch nach deren Entfernung) betreffen. Gerade inter*-, agender-, nicht-binäre* und trans*Personen erfahren in der Medizin oftmals Diskrminierung. Wir sind für eine bessere Forschung, Diagnose und Therapie von Endometriose – und zwar für alle davon betroffenen Menschen.

Auf der Website schreiben wir daher auch von Frauen* oder Betroffenen.

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